Schulkultur

Unser Leitbild

Gemeinschaft und Zusammenhalt
Die Bedeutung einer Schulgemeinschaft wird bei uns besonders in der Teamstruktur deutlich. Lehrer*innen und Schüler*innen wachsen in der Sek. I über sechs und in der Sek II über drei Jahre zu einem Team zusammen. Hierbei nehmen wir die Lernenden in den Fokus und stärken die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden. So schaffen wir menschliche Nähe und eine lebenswerte Schule für alle.

Austausch und Kommunikation

Austausch und Kommunikation sind die Schlüssel für ein erfolgreiches Lernen der Kompetenzen, Prozesse und Sache. Deshalb hat in unserer Schulgemeinschaft jeder ein offenes Ohr für die Anliegen eines anderen. Gespräche zwischen allen Beteiligten finden auf Augenhöhe statt. Durch offenes Kooperieren im Kollegium meistern wir unsere Aufgaben und entwickeln uns beständig weiter.

Würdigung und Zugewandtheit

Erziehungsarbeit ist in erster Linie Beziehungsarbeit: Wir widmen uns unseren Schülerinnen und Schülern zugewandt und sind mit ihnen und den Eltern auch in kritischen Phasen positiv im Kontakt, so dass eine nachhaltige gegenseitige Wertschätzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht und bis zum Abschluss und oft auch darüber hinaus bestehen bleibt.

Chancengleichheit und Leistung

Niemand ist gleich einem anderen: Jedes Kind kommt mit unterschiedlichen Hintergründen zu uns und lebt außerhalb der Schule mit verschiedenen Voraussetzungen. Wir sind uns dieser Unterschiede bewusst und fordern und fördern daher alle unsere Schülerinnen und Schüler in ihrem selbstständigen Lernen, so dass sie für sich und die Gesellschaft die besten Leistungen erbringen können.

Das Leitbild unserer Schulleitung

Die Schulleitung der Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn ist davon überzeugt, dass ein Leitbild für die Schulleitung als Qualitätssicherung gelebter Leitung verstanden werden kann.
Unser Leitbild bildet damit die Grundlage der Entwicklung des Miteinanders in der schulischen Arbeit und ist ein wesentlicher Baustein für die Qualität unserer Schule und unserer Schulentwicklungsarbeit.
Es soll allen am Schulleben Beteiligten eine Orientierung bieten und aufzeigen, welches Verhalten insbesondere von Schulleitungsmitgliedern sowie von Inhaberinnen und Inhabern der Koordinations- und Funktionsstellen angestrebt und erwartet wird.
Durch ihre Gestaltungs- und Entscheidungsbefugnis verantworten sie in
ihrem Bereich die erfolgreiche Umsetzung gemeinsamer Ideen für eine Schule, in der die Schülerinnen und Schüler im Zentrum aller Überlegungen und Vorhaben stehen.
Geprägt ist das Leitbild der Schulleitung von den folgenden elf Grundsätzen

Teamschule

  • Jeweils zwei Lehrerinnen und ‑lehrer sind für eine Klasse in der Sek. I bzw. Jahrgangsstufe in der Sek. II (gymnasiale Oberstufe) verantwortlich. Sie bilden das sogenannte Klassenlehrer-/Stufenleiter-Tandem. Dieses Tandem ermöglicht eine intensive, zielführende Zusammenarbeit und schafft eine Arbeitserleichterung bei den täglichen Klassengeschäften (Verwaltungsarbeiten, pädagogische Maßnahmen, Klassenfahrten, Projekt- und Elternarbeit).
  • Diese beiden Kolleginnen und ‑kollegen decken einen großen Teil des Unterrichts ihrer Klasse ab bzw. unterrichten so viel wie möglichin ihrer Jahrgangsstufe.
  • Die Klassenlehrerinnen und ‑lehrer eines Jahrgangs in der Sek. I bilden ein Jahrgangsteam. Diese begleiten die Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 — 10.
  • Die Stufenleiterinnen und ‑leiter der Sek II  bilden das Oberstufenteam. Diese sind für die Schülerinnen und Schüler von Klasse 11–13 zuständig.
  • Die Jahrgangs- und das Oberstufenteam bilden kleine Subsysteme im Gesamtsystem Schule, die ein möglichst hohes Maß an Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten ermöglichen.
  • Die Anzahl der im Team und auch in den einzelnen Klassen unterrichtenden Lehrerinnen und ‑lehrer wird möglichst gering gehalten. Absprachen zu Lerninhalten, Informationen aktuellen Geschehnissen oder individuelle Schülerbefindlichkeiten können somit zeitnah ausgetauscht und somit im Unterrichtsgeschehen berücksichtigt werden.
  • In der WvSGeK werden die Klassen 5 – 6 in einem separaten Gebäude unterrichtet. Hier haben die in der Regel vier Klassen eines Jahrgangs einen eigenen Flur, der außerdem eine eigene Toilettenanlage und das Team-Lehrerzimmer beherbergt. Die Lehrerinnen und ‑lehrer schätzen es, bei ihren Klassen sein zu können und profitieren von den kurzen Wegen.
  • Kolleginnen und ‑kollegen, die keine Klassenlehrerinnen und ‑lehrer sind, ordnen sich individuell (meist in Abhängigkeit vom Unterrichtseinsatz in den Jahrgängen) einem Team zu.
  • Die im Team eingesetzten Kolleginnen und ‑kollegen können sicher sein, dass sie im Prinzip über mehrere Jahre im Team bleiben und mit den Klassen mitwachsen. Für Kolleginnen und ‑kollegen und Schülerinnen und Schüler gibt dies eine gewisse prozesshafte Planbarkeit und Sicherheit. Weiterhin bewirkt diese Beständigkeit, dass gruppendynamische Prozesse langfristig angelegt (z.B. in Bereichen des Sozialen Lernens, der Prävention, …) und Konflikte selbstwirksam bearbeitet werden können.
  • Teams sollen in weitgehender pädagogischer und organisatorischer Autonomie agieren. Eine zentrale, begleitende Funktion nimmt dabei die Abteilungsleitung ein. Die Teams:
    • klären inhaltliche, methodische und organisatorische Strategien zum Sozialen Lernen (vor allem in den unteren Jahrgängen).
    • führen die Klassenarbeitsplanung durch und unterstützen bei der Klausurplanung.
    • beraten die jahrgangsbezogene Unterrichtsverteilung und kommunizieren Planungen und Wünsche an den Organisationsleiter.
    • suchen Lösungen bei langfristigem Vertretungsbedarf und kommunizieren dies an den Organisationsleiter.
    • besprechen und koordinieren Projektplanungen u. Ä. (z.B. fächerübergreifende Projekte, Projektwoche, bedarfsgerechte Module im Bereich der Ergänzungsstunden, Klassen-/Stufen-/Kursfahrten, Ausflüge, …).
    • regeln Vorfälle und Konflikte im eigenen Jahrgang – bei intensiveren Vorfällen in Kooperation mit der/dem Abteilungsleiter*in.
    • bereiten Beratungskonferenzen und darin anstehende Differenzierungsmaßnahmen vor.
  • Die Teamsprecher*innen vertreten die Teamanliegen bilateral. Einmal in der Woche treffen sich die Teamsprecher*innen mit allen Mitgliedern der Schulleitung (SL) in einer im Stundenplan verankerten Stunde zur Erweiterten-Schulleitungsrunde (ESL-Runde) und besprechen, koordinieren die aktuellen Anliegen, Vorgehensweisen und Vorgaben und sorgen so für einen geregelten Informationsfluss (vertikaler Austausch). Der Teamsprecher*in hat darin die Aufgabe, Themen, Nachfragen und Anliegen des Teams vorzutragen und Ergebnisse der Sitzungen zurück zu koppeln. Auch Meinungsbilder und Teamabfragen können so relativ leicht und kurzfristig erhoben werden.
    Eine besondere Funktion nimmt die ESL-Runde bei der Planung der Lehrerkonferenzen (LK) ein. Im Vorfeld der LK bringen die SL-Mitglieder eine LK-Tagesordnung und anstehende Beschlussvorlagen ein, die dort beraten, ergänzt und ggf. modifiziert wird.Der Austausch innerhalb des Teams (horizontaler Austausch) findet zum einen tagtäglich statt, aber vor allem auch in regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen. Diese sind von Beginn des Schuljahres im Jahreskalender verankert und finden an Konferenz-Dienstagen statt. Besondere Bedeutung haben die Teamsitzungen, wenn es im Vorfeld der Beratungskonferenzen darum geht, Lerngruppen, Wahlpflichtwahlen und/oder Differenzierungsmaßnahmen vorzuplanen und daraus resultierend Maßnahmen der individuellen Förderung abzuleiten.

Voraussetzung 1:
Die Struktur einer Teamschule umzusetzen gelingt nur, wenn die Schulleitung selbst im Team agiert.

Voraussetzung 2:
Die Mitverantwortlichkeit bei der Gestaltung des Schulalltags wird von allen Kolleginnen und ‑kollegen angenommen und als Chance erkannt. Die Struktur einer Teamschule umzusetzen gelingt, wenn alle Kolleginnen und Kollegen der Meinung sind, dass die oben skizzierten Bereiche in ihrer Verantwortung liegen.

Voraussetzung 3:
Ein Team ist keine „kleine Schulen innerhalb der großen Schule“. Schul- und Lehrekonferenzbeschlüssen haben eine besondere, für alle bindenden Funktion, da sie gemeinsamen Grundsätze in der Werteorientierung, in der Gestaltung der Schulentwicklungsprozesse u. Ä. festlegen.

Ganztag

Unsere WvSGeK fährt einen „gemäßigten” Ganztagsbetrieb, um die notwendige Balance zwischen schulisch organisierter Betreuung mit besonderen Angeboten am Nachmittag und notwendigen Frei-Zeiten für die Schülerinnen und Schüler herzustellen.

In allen Bereiche des Ganztages findet eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Evaluation durch unsere Ganztags-Koordinatorinnen und ‑koordinatoren statt.

An Ganztagsschulen treten in der Sek I Lernzeiten an die Stelle von Hausaufgaben. Die Lernzeiten sind so in das Gesamtkonzept des Ganztags integriert, dass es in der Regel keine schriftlichen Aufgaben mehr gibt, die zu Hause erledigt werden müssen. Vokabeln lernen oder z. B. das Lesen einer Lektüre werden weiterhin zu Hause erledigt.

An unserer Schule definieren wir Lernzeiten als Stunden, in denen die Schülerinnen und Schüler möglichst selbstständig für die anstehende Woche planen, was sie wann auf welchem Anforderungsniveau erledigen. An unserer Schule werden derzeit Inhalte der Lernbereiche Deutsch, Mathematik, Englisch und Sprachbildung (Jg. 5 und 6) integriert.

In den Lernzeiten sollen Schülerinnen und Schüler lernen, durchdacht und reflektiert zu entscheiden, an welchem Tag in der Woche sie an den beteiligten Fächern Deutsch, Sprachförderung, Mathematik oder Englisch arbeiten wollen. Für manchen Schülerinnen und Schüler kann es ratsam sein, z. B. Mathematik auch in der Stunde zu machen, in der auch der Fachlehrer bzw. die Fachlehrerin in der Lernzeit anwesend ist.

Ferner möchten wir der Heterogenität unserer Schülerschaft dadurch gerecht werden, dass wir ihnen immer Aufgaben auf verschiedenen Anforderungsniveaus zur Verfügung stellen. Auch hier müssen die Schülerinnen und Schüler lernen, die für sie passende Schwierigkeitsstufe zu wählen. Dabei wird es immer Schülerinnen und Schüler geben, die sich schon sehr sicher einschätzen können, andere jedoch brauchen Unterstützung durch die Lehrerinnen und Lehrer, um die passende Aufgabe zu finden. Auch für die Lehrerinnen und Lehrer gilt es hier zu beobachten und zu beraten.

In den im Jahrgang teilweise parallel stattfindenden Lernzeitstunden können wir durch den Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern für Sonderpädagogik zusätzliche Kleingruppen bilden, um damit besonderen Schülerbedürfnissen (z.B. LRS, Sprachförderung, …) gerecht zu werden.

Die digitalen Lerninhalte ermöglichen es den Lehrerinnen und Lehrern, die gemachten Aufgaben jederzeit einzusehen und den Lernstand zu analysieren.

Die Lernzeiten zu Beginn des Jahrgangs 5 haben eher einen selbstorganisierenden Charakter, der noch viel von den Lehrerinnen und Lehrern vorgegeben und vorstrukturiert werden muss, bevor er sich in den höheren Jahrgangsstufen einem selbststeuernden Lernen annähern kann.

Im Jahrgang 5 sind drei Lernzeit-Stunden fest in den Stundenplan integriert.

In den Jahrgängen 6, 7 und 8 sind es zwei Lernzeit-Stunden und in den Jahrgängen 9 und 10 eine Lernzeit-Stunde.

Spontan entstehende Vertretungsstunden (z. B. durch Krankheit) werden in der Regel auch als Lernzeit-Stunden genutzt.

z.B. Arbeitsgemeinschaften und Schülerfirmen

Vor allem an den Tagen, an denen wir bis in den Nachmittag (in der Regel bis 15:45 Uhr) für die Schüler*innen da sind, gibt es ein vielfältiges altersangemessenes Jahrgangsprogramm.

Das „Offene Lernen“ (im Jg. 5 und 6) bietet den Klassen eine nachmittägliche Doppelstunde mit individuell und gemeinsam ausgearbeitetem Aktivitätenprogramm, zum Beispiel zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

Arbeitsgemeinschaften werden bei uns in erster Linie im Jahrgang 7 angeboten. Dort gibt es dann vielfältige Wahlmöglichkeiten zwischen musischen, sportlichen, künstlerischen, unternehmerischen und technischen Angeboten und auch die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren bzw. soziales Engagement zu erlernen.

Das Küchenteam um Mensa-Chefin Sabine Rüssmann zaubert montags, mittwochs und donnerstags frisch gekochte Mahlzeiten auf den Tisch. Mit Salatbuffet und Nachtisch können sich die Schülerinnen und Schüler gesund satt essen. Im Bistro-Abo sind auch die Preise noch unschlagbarer.

Auch außerhalb der Mahlzeiten gibt es Snacks wie frisch belegte Brötchen zu einem günstigen Preis.

Genauere Informationen zu unserem Bistro und unserer Mensa finden Sie hier.

Der Freizeitbereich OASE im Innenraum gilt als atmosphärischer Treff mit der Möglichkeit zu spielen, z.B. Billard, einer Spieleausgabe, Tischtennis, Kicker,…und auch auf dem Pausenhof befinden sich Spielgeräte.

Durchgehend haben wir dabei unter Einbeziehung der SV die Pausenhofgestaltung im Blick. Hier laufen derzeit Überlegungen, nach dem Erfolg mit dem „grünen Klassenzimmer“ auch weitere Außenbereiche umzugestalten.

Berufsorientierung

Berufsübergangsmanagement als Bestandteil individueller Förderung

Damit allen Jugendlichen der Übergang Schule – Beruf gelingt hat die Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn auf Grundlage des Landesvorhabens der Landesregierung KAoA – „Kein Abschluss ohne Anschluss“ verbindliche Bausteine in das Übergangsmanagement implementiert. Stetiger Wandel der Berufs- und Arbeitswelt, steigende Anforderung an die Qualität von Ausbildung in Schulen und Hochschulen, Betrieben und Einrichtungen haben die WvSGek veranlasst, darüber hinaus weitere Projekte im Übergangsmanagement zu verankern. Hierdurch wird der erfolgreiche Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf effizient und zielgerichtet unterstützt.

Nach 10 Jahren Schulzeit trennen sich oftmals die Wege unserer Schülerinnen und Schüler, die zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre die Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn besucht haben. Entweder beginnen Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung oder sie besuchen eine weiterführende Schule. Hier besteht die Möglichkeit in die Sekundarstufe II unserer Schule überzugehen, oder an einem Berufskolleg eine weitere Qualifikation zu erlangen. Für die Gesamtschule ist es äußerst wichtig, diesen Übergang möglichst reibungslos zu gestalten. Egal für welchen Weg sich unsere Schülerinnen und Schüler entscheiden, wir entlassen unsere Schülerinnen und Schüler nicht nach der 10. Klasse, sondern übergeben sie nach 10 Schulbesuchsjahren in ein Ausbildungsverhältnis, an ein Berufskolleg oder in die Oberstufe. Ebenso werden die Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch der Oberstufe in ein Ausbildungsverhältnis oder zielgerichtet an die Hochschulen übergeben.

Der Großteil der Schülerinnen und Schüler ist im bisherigen Leben mit Entscheidungen eines so hohen Grades an persönlicher Bedeutsamkeit und Gegenwarts- und Zukunftsrelevanz nicht konfrontiert worden. Daher gilt es, langfristig angelegte Entwicklungsprozesse zu initiieren, bei denen berufs- und arbeitsweltbezogene Informationen und Fragestellungen mit Aspekten der individuellen Persönlichkeit, mit Neigungen und Fähigkeiten in einen überschaubaren und einsichtigen Zusammenhang gebracht werden.

Die Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn strebt an, allen Schülerinnen und Schülern behutsame Entwicklungs-Hilfe zu leisten, damit jede / jeder zu einer Entscheidung über seinen weiteren Lebensweg gelangen kann.

Damit sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld für den richtigen Weg entscheiden, haben wir ein Übergangsmanagement entwickelt, das bereits in den unteren Jahrgängen ansetzt und zunächst Stärken fördert und Kompetenzen ausbildet. In den einzelnen Jahrgängen werden unterschiedliche Bausteine aber auch fächerübergreifende Elemente angewandt, die den Übergang nach der Jahrgangstufe 10 problemlos ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler werden so auf die mit dem Schulabschluss am Ende von Klasse 10 fallenden Entscheidungen über den weiteren Ausbildungs- und Lebensweg umfassend vorbereitet.

Alle Koordinierungsaufgaben, Informationen und Gespräche laufen auch räumlich in einem zentralen Punkt zusammen, dem BOB-Berufsorientierungsbüro. Hier können sich Schülerinnen und Schüler selbstständig an bereitgestellten Laptops über alle Bereiche der Berufsorientierung informieren oder sich von den Studien- und Berufswahlkoordinatoren sowohl für die Sekundarstufe I (Herr Göbel / Frau Kursatz) als auch Sekundarstufe II (Herr Engelhaupt) beraten lassen. Weitere Beratungsmöglichkeiten sowie vielfältige Unterstützung bietet die Agentur für Arbeit mit individuellen Terminen. Unterstützend helfen weiterhin zwei Sozialarbeiter der Werkstatt im Kreis Unna. Sowohl offenen Beratungszeiten als auch individuellen Terminabsprachen zum Bereich Übergang der 9er- und 10er- Schüler und die Beratung zum Bildungs- und Teilhabepaket sind hier möglich.

Nachfolgend werden die eigenen sowie die ab Jahrgang 8 durch das Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“ vorgesehenen Maßnahmen aufgeführt. Um sie mit Informationen nicht zu überfrachten, werden nur die größeren Bausteine des Übergangssystem verdeutlicht.

Im Folgenden haben wir weitere Informationsquellen für Sie zusammengestellt.

Gemeinsames Lernen

Lehren und Lernen in heterogenen Lerngruppen & Inklusion

Unsere Schule – Eine Schule der Vielfalt, eine Schule mit allen Abschlüssen. Kurz: eine Schule für ALLE.

Unser Inklusionskonzept finden Sie hier.

Es ist uns schon immer ein Anliegen gewesen, Schüler*innen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und persönlichen Entwicklungen gemeinsam zu unterrichten, jede*n Schüler*in bestmöglich zu fördern und zu fordern. So möchten wir ihnen den für sie bestmöglichen Schulabschluss ermöglichen.

Aus den anzutreffenden unterschiedlichen Entwicklungs‑, Erfahrungs‑, Lebens- sowie Lern- und Leistungsunterschieden ergibt sich die Notwendigkeit einer Unterrichtskultur, die das individuelle Lernen ermöglicht. Dies betrachten wir als logische Schlussfolgerung der Vielfalt.

Eine individuelle Lernkultur herrscht vor, wenn Schüler*innen ihren Begabungen und Fähigkeiten entsprechend lernen und sich im Lerntempo sowie im Umfang und Niveau der Lerninhalte und ‑themen unterscheiden dürfen.

Unsere Schüler*innen sollen sowohl Zeit und Unterstützung für ihre eigenen Lernprozesse und ihre persönliche Entwicklung erhalten, als auch für die Entwicklung der Klasse zur Lerngemeinschaft Verantwortung übernehmen. Zudem sollen sie mehr Gelassenheit, mehr Freundlichkeit, mehr Solidarität untereinander erlangen – denn ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl macht eine gute Schulatmosphäre aus.

Das alles zu entwickeln, stellt eine pädagogische Herausforderung dar und ist dennoch eine unabdingbare Grundlage – vielleicht sogar der Ausdruck von Inklusion.

Inklusion ist keine Methode, kein Verfahren und kein Organisationsmodell, sondern die Basis für gemeinsames und gleichberechtigtes Leben und Lernen aller Schüler*innen in unserer Schule, egal welche Form der Unterstützung sie brauchen oder nicht.

Um diesen Anforderung gerecht zu werden und uns dahingegen weiterzubilden, haben wir den Bereich „Umgang mit Heterogenität“ zum zentralen Baustein unserer Fortbildungsplanung gemacht. In diesem Kontext nimmt das gesamte Kollegium an der Fortbildungsreihe des MSW „Auf dem Weg zur inklusiven Schule“ teil.

 

Weitere Informationen

Mit der Konvention der UNO zur Inklusion, zum Recht von behinderten Kindern, mit nicht behinderten Kindern gemeinsam zu lernen, besteht für die Bundesrepublik eine „völkerrechtliche Verpflichtung“ zur Umstellung auf ein inklusives Schulsystem. Konkret fordert Artikel 24 der UN-Konvention ein inklusives Bildungssystem. Dies bedeutet, dass Menschen mit Behinderung nicht aufgrund dieser vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden dürfen (www.behindertenrechtskonvention.info).

Die schulischen bzw. pädagogischen Grundlagen für den inklusiven Unterricht werden im Aktionsplan „Inklusion“ der Landesregierung NRW beschrieben. Es wird Folgendes formuliert:

„Das Ideal einer inklusiven Schule bedeutet, dass dort alle Kinder und Jugendlichen ungeachtet ihrer individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten, ihrer Talente und Neigungen, ihrer sozialen, ethnischen und kulturellen Herkunft, ihrer Behinderungen und Beeinträchtigungen etc. miteinander lernen und jeweils individuell optimal gefördert werden.“

Mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz hat das Land den Auftrag der VN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und die ersten Schritte auf dem Weg zur inklusiven Bildung an allgemeinen Schulen in NRW gesetzlich verankert. Schüler*innen mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung sollen grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden (siehe NRW inklusiv. Aktionsplan der Landesregierung. Eine Gesellschaft für alle. Bildungsportal des Landes NRW).

Dies geht mit unserem Verständnis vom Gemeinsamen Lernen und Heterogenität einher. Uns liegt die Förderung aller Schüler*innen in ihrer Individualität am Herzen. Alle Kinder können im Erleben der Andersartigkeit voneinander lernen. Es geht darum, Leistungsgefälle zu ertragen und zunehmend Verantwortung für das gemeinsame Lernen zu übernehmen. Dies erweitert die soziale und kognitive Kompetenz. Unsere inklusive Pädagogik versucht wenigstens im schulischen Bereich eine Normalität der Lebenswelt zu erreichen und zu verankern, in der Gemeinsamkeit, Vielfalt und Unterschiedlichkeit als selbstverständlich und positiv erlebt werden können. Diese so erlebte Normalität kann die Persönlichkeitsentwicklung aller Schüler*innen bereichern.

So setzen wir gemeinsames Lernen in die Praxis um:

An unserer Schule findet inklusive Bildung statt, indem Schüler*innen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam unterrichtet und erzogen werden.

Einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung können begründen:

  1. Lern- und Entwicklungsstörungen (Förderbereich Lernen , Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung,
  2. Geistige Behinderung (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung),
  3. Körperbehinderung (Förderschwerpunkt Körperliche und Motorische Entwicklung),
  4. Hörschädigungen (Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit),
  5. Sehschädigungen (Blindheit, Sehbehinderung),
  6. Autismus-Spektrum-Störungen.

Die Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf können entweder wie ihre Mitschüler*innen ohne besonderen Unterstützungsbedarf unterrichtet werden (zielgleich) oder im Bildungsgang LERNEN bzw. GEISTIGE ENTWICKLUNG (beides zieldifferent) gefördert werden.

Zielgleiche Förderung
[Bildungsgang der allgemeinen Schule]

  • im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung [ES] im Bildungsgang der allgemeinen Schule
  • im Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation [HK] im Bildungsgang der allgemeinen Schule
  • im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung [KM] im Bildungsgang der allgemeinen Schule
  • im Förderschwerpunkt Sehen [SE] im Bildungsgang der allgemeinen Schule
  • im Förderschwerpunkt Sprache [SQ] im Bildungsgang der allgemeinen Schule

Zieldifferente Förderung
[Bildungsgang LERNEN/ Bildungsgang GEISTIGE ENTWICKLUNG]

  • im FSP Lernen [LE] im Bildungsgang Lernen
  • im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung [GG] im Bildungsgang GG
  • im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung [ES] im Bildungsgang Lernen
  • im Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation [HK] in den Bildungsgängen LE bzw. GG
  • im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung [KM] in den Bildungsgängen LE bzw. GG
  • im Förderschwerpunkt Sehen [SE] in den Bildungsgängen LE bzw. GG
  • im Förderschwerpunkt Sprache [SQ] im Bildungsgang LE

Dies bedeutet in der Praxis zum Beispiel, dass ein Kind mit dem genannten Unterstützungsbedarf (zieldifferent) in der Regel differenzierte Klassenarbeiten schreibt und/oder in einzelnen Fachunterrichtsstunden individuell gefördert wird.

Individuell und Differenzierung heißt dabei, Unterschiede in Zeit und Lerntempo zu machen, den Lernarrangements, den Aufgaben, bei den Lernzielen, in der Organisation, beim Material.

Differenzieren heißt aber auch, alle Schülerinnen und Schüler von ihren persönlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse ausgehend möglichst gut zu fördern. Bei unseren Bemühungen um das Gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schüler mit und ohne Beeinträchtigungen/Unterstützungsbedarfe bieten alle Lehrkräfte gemeinsam mit den Lehrkräften für Sonderpädagogik allen Schülern einen gemeinsamen Zugang zu einer Thematik durch eine Vielfalt der Lernwege und Lernziele.

Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, erhalten in der Regel am Ende der Schulzeit einen Förderschulabschluss. Selbstverständlich ist es möglich, dass sich ein Kind mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Laufe seiner Schulzeit so gut entwickelt, dass der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf aufgehoben wird. Es wird somit als „Regelschüler“ unterrichtet. Generell wird auf den Beratungskonferenzen und letztendlich auf der Zeugniskonferenz (Klassenkonferenz) zum Schuljahresende intensiv über die Entwicklung eines jeden Kindes beraten.

Im Rahmen einer jährlichen Überprüfung wird festgelegt, ob der Schüler im kommenden Schuljahr mit oder ohne sonderpädagogischer Unterstützung unterrichtet wird.

Für uns ist es besonders schön zu sehen, wenn durch gute Förderung eine Schülerin oder eine Schüler ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf weiter unterrichtet werden kann und einen Regelabschluss nach der Jahrgangsstufe 10 erreicht.

Siehe dazu Abschnitt 4 § 23 bis 30 der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung AO-SF

Sprachförderung

Das Sprachbildungskonzept unserer Schule mit all seinen Bestandteilen hat das Ziel, allen Schülerinnen und Schülern eine qualitativ hochwertige Sprachförderung zu sichern. Zum einen gilt Sprachbildung als einer der wichtigsten Schlüssel, um Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen abzubauen und die Integration von Migranten zu fördern. Zum anderen verstehen wir aber Sprachbildung auch als Entwicklungsbereich für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrem jeweiligen Leistungsstand. In diesem Sinne versteht sich unser Sprachbildungskonzept als unverzichtbarer Bestandteil der individuellen Förderung der WvSGeK.

Ansprechpartnerin für die Sprachförderung: Bianca Wojcik

Die Sprachförderung ist an unserer Schule in die folgenden Bereiche gegliedert:

Sprachbildung innerhalb jeden Fachunterrichts im Rahmen der individuellen Förderung

Sprachkompetenz ist die Voraussetzung für den Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten in allen Fächern. Der sensible Umgang mit der Sprache hilft Schülerinnen und Schülern sprachliche Hürden zu überwinden und somit fachliche Lernziele leichter zu erreichen.

Nicht selten ist eine unbefriedigende Leistung in einem Fach nicht auf die kognitiven Leistungen oder fachlichen Talente zurückzuführen, sondern eher auf unzureichende Strategien im sprachlichen Bereich. So können z.B. Fachtermini nicht mit Inhalt gefüllt, Aufgabe nicht verstanden oder Inhalte aus deskriptiven Texten nicht entnommen werden. Die sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln, ist demnach eine Schlüsselkompetenz in jedem Unterricht. Im sprachsensiblen Fachunterricht haben sich verschiedene Strategien als förderlich erwiesen (s. Informationen des Schulministeriums NRW zum sprachsensiblen Fachunterricht):

  • Die Lehrerin/ der Lehrer macht zu Beginn einer Unterrichtsreihe nicht nur die fachlichen, sondern auch die sprachlichen Zielsetzungen und Kompetenzerwartungen transparent.
  • Die Lehrerin/ der Lehrer steuert ihr/sein eigenes sprachliches Verhalten so, dass sie/er sich einerseits auf die vorhandenen Sprachkompetenzen der Schülerinnen und Schüler einstellt, ihnen andererseits auch Anregungen für die Aneignung neuer unterrichtssprachlicher Muster und Strategien gibt.
  • Die Lehrerin/ der Lehrer gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit auch komplexere Äußerungen zusammenhängend (schriftlich oder mündlich) zu formulieren.
  • Die Lehrerin/ der Lehrer beachtet sprachliche Kompetenzen, die für Lernerfolge im Fachunterricht relevant und/oder spezifisch sind, indem sie/er feststellt, in welchem Maße die Schülerinnen und Schüler bereits darüber verfügen, und sie gegebenenfalls mit Techniken des Scaffolding gezielt unterstützt, sich diese Kompetenzen anzueignen.
  • Die Lehrerin/ der Lehrer prüft die Materialien, die sie/er im Fachunterricht einsetzt, vorher darauf hin, ob sie den Schülerinnen und Schülern sprachlich Schwierigkeiten verursachen können. Je nach fachlicher Notwendigkeit tauscht sie/er die Materialien aus, unterstütze sie durch zusätzliche nicht-sprachliche Darstellungsformen oder sprachlich entlastende Hinweise, Erklärungen oder sonstige Hilfsmittel.

In der Leistungsfeststellung und ‑bewertung setzt die Lehrerin/ der Lehrer durchaus Aufgabenformate ein, die ausführlichere und zusammenhängend formulierte Äußerungen verlangen. Sie/Er achtet jedoch darauf eventuelle sprachliche Minderleistungen für die Bewertung der Fachleistung nicht zu veranschlagen, meldet den Schülerinnen und Schülern jedoch gezielt diejenigen sprachlichen Bereiche zurück, an denen sie noch arbeiten müssen.

Ansprechpartner*in: Julia Pach und Andreas Kapeluch

Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund in Jg. 5 & 6

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) — Was ist das?

Sprache ist eine Schlüsselqualifikation, die den Erfolg in der Schule mitbestimmt, daher bieten wir unseren Schüler*innen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, durch die Teilnahme am DaZ-Unterricht ihre Sprachkenntnisse in Deutsch zu erweitern und zu vertiefen.

DaZ ist die Abkürzung für das Fach „Deutsch als Zweitsprache“. Wir empfehlen den DaZ-Unterricht besonders Kindern, in deren Elternhaus nicht Deutsch als Muttersprache gesprochen wird, auch wenn die Kinder die deutsche Alltagssprache selbstsicher gebrauchen. Dieser Förderunterricht findet in kleinen Gruppen parallel zum Regelunterricht statt und ist mit keinen zusätzlichen „Nachhilfkosten“ verbunden.

Das Ziel des DaZ-Unterrichtes ist es, Sicherheit in der Verwendung der deutschen Sprache zu erlangen, damit die Schüler*innen den fachsprachlichen Anforderungen des Regelunterrichts selbständig begegnen können.

Des Weiteren sollen zugewanderte Schüler*innen möglichst bald über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um am Unterricht in der altersangemessenen Jahrgangsstufe teilzunehmen. Nicht nur die Kommunikationsfähigkeit in der Zielsprache Deutsch wird trainiert, sondern auch — falls erforderlich — die lateinische Ausgangsschrift erlernt.

Ansprechpartnerinnen: Sandra Braune und Bianca Wojcik

Sprachförderung für Kinder in Jg. 5 & 6

Der LRS‑, also der „Lese-Rechtschreib-Schwächen-Förderunterricht“ wird an unserer Schule als Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung der Rechtschreibleistung in individuellen Schritten gesehen.

Zu Beginn des 5. Schuljahres diagnostizieren wir anhand einer freien Textgestaltungsaufgabe den Lernstand im schriftsprachlichen Bereich.

Daraufhin wird mit einer Schüler*innenauswahl die Hamburger Schreib-Probe – ein Test zur Ermittlung der orthografisches Fähigkeiten — durchgeführt. Das Strategieprofil stellt dabei die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler*innen dar.

Kinder, bei denen sich ein diesbezüglicher Förderbedarf herausstellt oder auch schon im Vorfeld diagnostiziert wurde, erhalten Förderunterricht, um auf Basis der Testergebnisse sinnvoll gefördert zu werden. Dies bedeutet, dass orthografisches Strukturwissen und die grundlegenden Rechtschreibstrategien für den erfolgreichen Einsatz bei schriftlichen Aufgaben aller Fächern aneignet werden.

Mithilfe des FRESH-Materials wird dieser Vorsatz der individuellen Arbeit an grundlegenden Rechtschreibstrategien (alphabetisch, orthografisch und morphematisch) umgesetzt. Dieser einstündige Förderunterricht findet in kleinen Gruppen parallel zum Regelunterricht — während einer Lernzeitstunde- statt und ist mit keinen zusätzlichen „Nachhilfkosten“ verbunden.

Ansprechpartnerinnen: Cordula Schilling und Bianca Wojcik

Dies bedeutet in der Praxis zum Beispiel, dass ein Kind mit dem genannten Unterstützungsbedarf (zieldifferent) in der Regel differenzierte Klassenarbeiten schreibt und/oder in einzelnen Fachunterrichtsstunden individuell gefördert wird.

Individuell und Differenzierung heißt dabei, Unterschiede in Zeit und Lerntempo zu machen, den Lernarrangements, den Aufgaben, bei den Lernzielen, in der Organisation, beim Material.

Differenzieren heißt aber auch, alle Schülerinnen und Schüler von ihren persönlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse ausgehend möglichst gut zu fördern. Bei unseren Bemühungen um das Gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schüler mit und ohne Beeinträchtigungen/Unterstützungsbedarfe bieten alle Lehrkräfte gemeinsam mit den Lehrkräften für Sonderpädagogik allen Schülern einen gemeinsamen Zugang zu einer Thematik durch eine Vielfalt der Lernwege und Lernziele.

Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, erhalten in der Regel am Ende der Schulzeit einen Förderschulabschluss. Selbstverständlich ist es möglich, dass sich ein Kind mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Laufe seiner Schulzeit so gut entwickelt, dass der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf aufgehoben wird. Es wird somit als „Regelschüler“ unterrichtet. Generell wird auf den Beratungskonferenzen und letztendlich auf der Zeugniskonferenz (Klassenkonferenz) zum Schuljahresende intensiv über die Entwicklung eines jeden Kindes beraten.

Im Rahmen einer jährlichen Überprüfung wird festgelegt, ob der Schüler im kommenden Schuljahr mit oder ohne sonderpädagogischer Unterstützung unterrichtet wird.

Für uns ist es besonders schön zu sehen, wenn durch gute Förderung eine Schülerin oder eine Schüler ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf weiter unterrichtet werden kann und einen Regelabschluss nach der Jahrgangsstufe 10 erreicht.

Siehe dazu Abschnitt 4 § 23 bis 30 der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung AO-SF

Stärkenförderung

Fördern und Fordern (Individuelle Förderung)

Gesamtschule, wie wir sie verstehen, nimmt die Vielfalt in den Blick und damit ganz unterschiedliche Stärken, die die Einzelnen mitbringen oder entwickeln möchten.

In der Projektwoche vor den Sommerferien und in den Arbeitsgemeinschaften bieten wir deshalb individuelle Wahlmöglichkeiten auch jenseits der Lehrpläne.

Wettbewerbe verbinden diesen Ansatz mit fachlichen, aber auch fächerübergreifenden Schwerpunkten und fordern Einzelne und Gruppen heraus, das eigene Können mit dem anderer zu messen.

Wer sich durch hervorragende Leistungen hervorhebt, kann im Drehtürmodell die Grenzen des eigenen Jahrgangs überwinden und in ausgewählten Fächern am Unterricht des nächst höheren Jahrgangs teilnehmen.

Auch das Forder-Förder-Projekt richtet sich an ausgewählte Leistungsstarke und bietet über den Regelunterricht hinausgehende Herausforderungen.

Die Talentscouts beraten diejenigen, die sich aufgrund ihres sozialen Engagements und ihrer Leistungen für ein Stipendium bewerben.

Medienkompetenz

  • Informatorische Grundbildung in Jg. 5 und 6
  • EDV-Führerschein des Landes NRW
  • Elternarbeit
  • Medienprävention

Fachkompetenz

  • binnen-differenzierender Fachunterricht
  • Wettbewerbe
  • Lernberatung
  • Leistungsdifferenzierung
  • Neigungsdifferenzierung
  • Ergänzungsstunden
  • Profiloberstufe mit Projektkursen
  • Sonderpädagogische Unterstützung

Berufsorientierung

  • Übergangsmanagement Schule-Beruf
  • Berufsorientierung von Klasse 7 bis in die Oberstufe
  • BOB-Büro
  • SIl-Kooperationen

Sozialkompetenz

  • Erziehungsauftrag
  • Schulsozialarbeit
  • Klassenrat
  • Offenes Lernen
  • Streitschlichter
  • Pausenengel
  • FairMobil
  • Trainingsraum
  • Kooperative Lernformen
  • Projektarbeit

Austausch/Fahrten

Die Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn unterhält Partnerschaften und Kontakte zu anderen europäischen Schulen und Institutionen. Außerdem finden in verschiedenen Jahrgangsstufen Klassenfahrten statt. Die folgenden Impressionen bieten einen Einblick in unsere traditionell immer stattfindende Fahrten und Austauschprogramme.

In der Oberstufe (EF/Q1) findet dann unser Austausch mit Spanien statt. Partner ist die Privatschule „Centro Sagrada Familia“ in Elda (Alicante). Die Unterbringung erfolgt in Deutschland wie auch in Spanien in Gastfamilien.

In der Sekundarstufe I führen wir für interessierte Schülerinnen und Schüler regelmäßig einen Austausch mit unserer polnischen Partnerschule in Gowidlino, in der Nähe von Danzig, durch. Dieser Austausch basiert auf einem zweijährigen Rhythmus und wird vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert. In Gowidlino sind wir in Gastfamilien untergebracht und unternehmen Ausflüge in die Umgebung.
Ein fester Bestandteil ist dabei immer auch eine Fahrt nach Danzig sowie in die Dünenlandschaft der nahegelegenen Ostsee. Darüber hinaus hospitieren wir in der Partnerschule und erhalten Einblick in den dortigen Schulalltag. Im Folgejahr besuchen uns unsere Partner aus Polen. Ausflüge ins Ruhrgebiet oder nach Köln sowie Einblicke in unseren Schulalltag sollen unseren polnischen Partnerinnen und Partnern unser Leben in und um Unna näherbringen.

Darüber hinaus bauen wir in den individuellen Unterricht der Sekundarstufe I digital durchgeführte Projekte mit Partnerschulen im europäischen Ausland ein. Die Austauschplattform eTwinning bietet uns ein breit gefächertes Repertoire an Kooperationsmöglichkeiten. In diesem Rahmen international durchgeführte Projekte, wie „Benvenuti, Willkommen, Hoşgeldiniz – Get together in Europe“ oder „Individual Europeans on a Common Ground – Let’s get together“, bereichern den Unterricht. Hierbei profitieren unsere Schülerinnen und Schüler von ihrer digitalen Ausstattung, die virtuelle Kommunikationsformen für jeden und jede schnell und einfach ermöglicht.

Der Skikompaktkurs ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Sportprogramms unserer Schule. Jedes Jahr lernt eine Gruppe mit Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs das Skifahren auf den schneebedeckten Bergen Österreichs kennen und lieben. Für den Skiunterricht wird die Gruppe von einem qualifizierten Sport- und Skilehrerteam begleitet. Abendliche Theorieeinheiten runden die täglichen Skikurse ab und bereiten auf den anstehenden Unterrichtstag vor.
Beflügelt von der atemberaubenden Aussicht der Berge ist die Gruppe meist schon nach wenigen Tagen in der Lage, mit Sesselliften und Gondeln sowie auf verschiedensten Pisten das Skigebiet zu erobern. Dabei fahren die Schülerinnen und Schüler mit je einer/einem Lehrer*in in kleinen, nach Fahrkönnen unterteilten Gruppen und arbeiten gemeinsam an der Vervollständigung ihrer Pistenführerscheine. Am Ende einer aufregenden, anstrengenden und ereignisreichen Woche werden die Schülerinnen und Schüler durch eine traditionelle Skitaufe in die Skifahrergemeinschaft aufgenommen.

Damit die Schülerinnen und Schüler unserer WvSGeK und diejenigen, die von anderen Schulen in unsere Einführungsphase (EF) kommen, gemeinsam gut in die Oberstufe starten, fahren sie traditionell zu Beginn des ersten Schuljahres in der Oberstufe auf Kennenlernfahrt zur Jugendburg Gemen (Borken). Dort werden drei Tage mit Kennenlernen, Arbeit und Spaß verbracht. Begleitet wird die Fahrt u. a. von den Beratungslehrerinnen und ‑lehrer und der Oberstufenleiterin. Die  Wasserburg bietet eine beeindruckende Atmosphäre für verschiedene Kennenlernspiele, Gruppenarbeiten zum wissenschaftliches Arbeiten und zu den Erwartungen an die Oberstufe. An den Abenden stehen selbst inszenierte Vorstellungen, ein Lagerfeuer mit Stockbroten oder der Besuch des Burgkellers mit kleiner Tanzfläche an. Insgesamt helfen die drei intensiven Tage stets, neue Freundschaften zu beginnen und gemeinsam in die hoffentlich erfolgreiche Arbeit der gymnasialen Oberstufe zu starten.

Im Abschlussjahr der Oberstufe (Q2) führen wir im Rahmen der Projektkurse als gesamte Stufe ein Studienseminar in Brüssel zu den Institutionen der EU in Kooperation mit dem Institut für politische Bildung der Auslandsgesellschaft NRW durch. Hier erwarten unsere Schülerinnen und Schüler vielfältige Aktionen und Erfahrungen, so z. B.:

  • das Regierungsviertel mit den bekanntesten Schauplätzen und Institutionen der europäischen Politik
  • ein Quiz zum Thema der Europäischen Union
  • das Parlamentarium mit Rollenspiel zur Arbeitsweise des Europäischen Parlaments
  • das Studio des WDR und der ARD
  • das Haus der Europäischen Geschichte